Sonntag, 21. Juni 2020

Träume nicht mehr

Wie heiß es doch bei Schiller:“ Unsere Träume, unsere Sehnsüchte und bunten Hoffnungen wollen ernst und wichtig genommen werden. Wer sie verdrängt, unterdrückt das Beste in sich und wird ein leerer Mensch“ Ich träume nicht mehr! Das ist auf der eine Seite wörtlich zu nehmen! Liegt es an dem Medikament, welches ich eigentlich für eine vernünftige REM-Schlafphase bekomme, od. weil ich tatsächlich ein „leerer Mensch“ geworden bin? Wovon soll ich noch Träumen? Man kommt nach Hause, 23:20 (hoffentlich letzte Spätschichtwoche), die Tür geht auf, es ist dunkel, man kann bis zur Terrassentür schauen, es funkeln dich zwei Augen durch diese an (eine Katze), Silberfische an den Wänden und eine Ohnmacht welche in dir hochsteigt, weil du weißt du bist alleine. Wenn man den Rasen mäht, über das Eigenheim nachdenkt, wie viel Glück hier doch mal gelebt hat und man im Anschluss von einer ernüchternden Wohnungsbesichtigung kommt. Lauftechnisch war die Woche, mit gerade Mal annähernd 8KM, ebenfalls katastrophal. Selbst erfolgreiche Stabi-Übungen haben mir kein Lächeln entlockt, genau so wie die 80 Radkilometer in 3 Stunden. Selbst die vielen KM mit der Harley und die damit verbundenen Lobpreisungen (2x in zwei unterschiedlichen Städten der Daumen hoch „verdammt schöne Maschine“) sind eher ein Stich ins Herz! Hatte ich doch auch mal eine schöne Frau an meiner Seite. Eine die Modelqualitäten hatte und somit das Motorrad, bei einem Fotoshooting, ehr nur als schmückendes Beiwerk, in den Schatten gestellt hätte! So mache ich Schluss mit den Worten Schillers:“ Schlaf nun, o schlaf nun, du mein unruhig Herz! Eine Stimme schreit, schlaf nun, mir tief in das Herz. Mein Kuss geb dir Frieden und Ruhe ins Herz, schlaf denn in Frieden, du mein unruhig Herz.“

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